Mein Fondlihof – Sushi und Konfibrot
Die Erntehelfenden sind bei ortoloco sehr gut gehalten! Sie stehen von 8 Uhr bis am Mittag im Einsatz, und um 10 Uhr gibt es einen herrlichen Pausenimbiss, auf den sich auch die Tese von Biel jeweils schon beim frühen Aufstehen freut.

Rüebli ernten wir heute zuerst, phänomenal grosse, und Stangenbohnen in dreierlei Farben – grün, violett und gelb. Dann schneiden wir noch Mohnkapseln und packen sie in adrette braune Säcklein ab – alle Abo-Besitzenden erhalten so ein Säcklein mit den winzigen schwarzen Mohnsamen, zum Backen, oder für ins Müesli, oder um über den Salat zu streuen.

Die Zeit fliegt, bei den reichen Ernten und den interessanten Gesprächen im Ernteteam. Und so kommt denn bereits der Moment: Es ist 10 Uhr und wir werden zur Pause gerufen.
Der Pausenimbiss, an reich gedeckter Tafel, mit Kaffee und Tee, mit Obst und Brot und vielen feinen Aufstrichen, findet manchmal draussen auf dem Platz statt, manchmal drinnen im gemütlichen Aufenthaltsraum vor der schönen Küche, manchmal auch unter dem wilden Kirschenbaum, oder sonst an einem der vielen schönen Plätzchen, die der Fondlihof zu bieten hat.

Heute sind wir im Aufenthaltsraum. Tina hat heissen Tee gemacht, Kaffee ist auch bereit, Patrizia schneidet schon Brot, es hat Sesam- und Erdnussmus, und Apfelaufstrich, bei dem immer so spannend ist, welche Gewürznote gerade dieses Glas wohl hat – Nelke, Zimt, Ingwer? Jedenfalls schmeckt er immer.
Brot wird in Unmengen vertilgt. «Je mehr Brot wir bestellen, je mehr wird gegessen», lachte Robi neulich. Das scheint zu sein wie mit dem Autobahnbau, der den Autoverkehr anheizt.

Etwas vom Allerleckersten, was es auf Erden gibt - das weiss die Tese seit ihrem ersten Ernteeinsatz bei ortoloco, am 17. März - das sind die Konfitüren des Fondlihof. Einfach sagenhaft, was Katharina, die Beerenchefin, mit ihrem Team da einkocht und in die Gläser zaubert. Cassis, Johannnisbeeren, Jostabeere... Die Tese hatte heute ihren 15. Einsatz und somit ihren 15. Pausenimbiss, und dadurch reichlich Gelegenheit, zu beobachten und Erfahrungen zu sammeln. Und daher kann sie von zwei gusseisernen Tatsachen berichten: 1. Die Fondlihof-Konfigläser sind eigentlich bis auf einen Rest, den man jeweils noch in fanatischer Gier herauskratzt, immer praktisch leer. Und 2. Es gibt keine Löffelchen in die Konfigläser, man bedient sich immer mit Messern. Vielleicht ist das so, damit sich die Gläser doch etwas weniger schnell leeren? Das nützt allerdings nichts – zu köstlich ist halt einfach Katharinas Konfitüre.

Dieses also sind die Traditionen, die schönen und leckeren Gewohnheiten beim Fondlihof-Pausenimbiss.
Aber auch bei ortoloco weicht man mal von der Tradition ab. Ende Juli traute die Tese ihren Augen nicht! Neben Brot und Aufstrichen und Konfi stand….Sushi auf dem Tisch! Wunderbarer, bildschön geformter, und absolut köstlicher Sushi. Der sehr liebe Lebenspartner einer ebenfalls sehr lieben Mitarbeiterin auf dem Hof ist ein ausgebildeter Sushimeister! «Oh ja, sagt Patrizia zufrieden, «wir haben recht oft Sushi.». Wir schwelgen, und fest steht – Sushi lässt sich herrlich mit Konfibrot kombinieren.

Etwas Besonderes gibt es übrigens auch beim heutigen Pausenimbiss: Die ersten Äpfel der neuen Ernte! Saftig, knackig, herzerfreuend und einfach so gut – wie alles, was bei ortoloco angebaut wird.
Und solchermassen gestärkt macht es uns Erntehelfenden nun auch überhaupt nichts aus, nach der Pause in die Lauchbeete zum Jäten zu gehen. Denn wie das schon so ist: Nicht überall, wo Ernte draufsteht, ist auch Ernte drin. Manchmal ist auch Jäten angesagt. Und wir üppig genährten Erntehelfenden rücken nun dem Unkraut zu Leibe und putzen drei Felder jungen Lauch aufs schönste heraus.
