Hofbericht

Mein Fondlihof – Flow und Freundschaft

Die Tese aus Biel ist am Jätfestival 3.0 und lässt sich zusammen mit 44 Gnossis von Gemeinschaft, Arbeit und Musik tragen

Mein Fondlihof – Flow und Freundschaft
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Mitte Juni kam also diese interessante Meldung auf dem Signal-Kanal von ortoloco herein: «Jätfestival 3.0! Kommt vorbei! Liveband, feines Essen, schönes Wetter, schöner Garten, schöne Menschen. Was könnte es besseres geben?» Die Meldungen auf dem Signalkanal sind immer sehr süffig, verlockend und auch sehr verlässlich. Also meldete die Tese sich über den angegebenen Link an.

Bevor die Tese aber jetzt ans Jätfestival geht, noch ein weiteres Wort zum Signalkanal von ortoloco. Die einen kennen den schon gut, andere Gnossis haben ihn noch nicht abonniert. Die Tese empfiehlt: abonniert ihn euch auf dem Handy, oder lasst euch zeigen, wie es geht. Denn er ist wirklich toll, man vernimmt immer gerade das Neueste von ortoloco und vom Hof, es gibt schöne Fotos, von Andrea, von Christian, von Tina, Finn und Katharina… Und auch der Hofbericht, den die Tese jeweils von ihren ortoloco-Ernteeinsätzen schreibt und der immer auf die Webseite von ortoloco aufgeladen wird, von dem lieben Matthias und von der lieben Stephanie, also auch der wird jeweils über den Signalkanal aktuell angezeigt. Die Tese hat jetzt auch ein Kärtchen machen lassen, da findet man den Signalkanal und die Webseite von ortoloco beides sehr praktisch, das Kärtchen ist grün und liegt auf dem Fondlihof zum Mitnehmen auf, im Pausenraum, in der Scheune, und auch auf dem WC – da geht jede*r mal vorbei, das ist die beste Infozentrale.

Und jetzt also geht es ans Jätfestival, und die Tese trifft schon beim Aussteigen aus der Limmattalbahn auf Kathrin, die auch dahin will. Sie ist heute das erste Mal bei ortoloco, sie hat ein Probeabo, das sie jetzt dann in ein definitives umwandeln will – eine Freude ist das, der Tese hüpft gleich das Herz.

Auf dem Platz vor dem Fondlihof herrscht schon reger Betrieb. Riesige bauchige Glasflaschen, die offensichtlich mit aufs Feld sollen, werden mit Wasser befüllt, Kisten mit Gartenhandschuhen werden herausgetragen, und Tina kommt mit einem hohen Stapel Geschirrtücher daher. Wofür mögen die sein?

Das klärt sich bald, denn jetzt ruft Robi die anwesenden Gnossis zur Begrüssung zusammen.

44 haben sich eingeschrieben, Gnossis aller Generationen, auch Familien und Kinder. Es ist das dritte Jätfestival seiner Art, erzählt Robi. In früheren Jahren sei das Gartenteam jeweils kurz vor den Sommerferien, wo dann eh viele Gnossis weg sind, fast versunken im Beikraut, und darum wurde das Jätfestival geschaffen, damit die Felder mal mit vielen Händen gleichzeitig gejätet und geputzt werden können.

So ist das eine sehr gute Sache, und weil es so heiss ist, empfiehlt Robi, sich eben so ein Geschirrtuch zu nehmen, es triefend nass zu machen und sich unter den Sonnenhut zu legen. Robi macht es vor, wir machen es nach, und bald sehen fast alle Männer ein bisschen aus wie Lawrence of Arabia.

Und die Tese hat ein bisschen etwas von Königin Kleopatra, wenn sich diese nämlich jemals ein blauweisses Geschirrtüchlein auf den Kopf gelegt hätte. Das Foto zeigt sie mit ihrem Schulfreund Rolf, den sie seit 57 Jahren kennt, und der noch heute ihr bester Freund ist, zusammen mit seiner Frau, Rosa aus der Donaumonarchie. Durch sie beide ist die Tese zu ortoloco gekommen.

Von Beginn weg zeigt sich sehr klar: wir werden gewaltig gehätschelt von unseren tollen, liebevollen Fachteams: Wir sollen uns nicht überanstrengen, wir sollen wenn nötig, in den Schatten gehen, Wasser trinken, ausruhen. Es werden drei Gruppen gemacht. Tese geht mit der Gruppe Teo und Soraya zu den Zwiebelfeldern oberhalb der Gemüsetunnel, und die Gruppe Philipp platziert sich direkt nebenan.

Die Gruppe Robi geht hinüber zu der Hecke mit den Brombeeren, um dort ganz gewaltig zu wirken. Freund Rolf ist hier mit dabei und stiftet dieses imponierende Foto für den Hofbericht:

Wir jäten, Seite an Seite, während die Temperaturen allmählich steigen. Und dann ist plötzlich die flirrende Luft von Musik erfüllt. Ein wunderbares Duo, mit Gitarre, Gesang und Cajón, hat sich bereitgemacht und spielt nun für die Jätgemeinschaft, trägt die Musik in den folgenden Stunden zu uns, bis zum Ende des Festivals, wo immer wir gerade sind. Und so kommen wir in den Flow. In diesen wunderbaren Flow – alle miteinander bei der Arbeit, verbunden durch ortoloco und diese einzigartige, feine Musik.

In der Pause gibt es unter der Pergola Brot und Kirschen, und Kaffee und andere Getränke, die die Kaffeegruppe gebracht hat. Kinder spielen im Sandkasten, lernen ortoloco von klein auf kennen – die neuen Generationen. Und Lumpaz lässt sich beglückt von Soroya kraulen – eine grosse Gemeinschaft sind wir, Mensch und Tier.

Nach der Pause fahren wir fort – noch bis halb eins, sagt Finn, dann werde es einen Schlusssong geben, und anschliessend Mittagessen.

Weiter geht es also, alle miteinander, Sonnenschirme werden vorwärtsgetragen, die Hitze steigt weiter, der Gesang klingt herüber, Arbeit und Lieder, ein Hauch von Worksongs– deep flow.

Und dann ist Schluss, zum letzten Lied unter der Pergola, dann geht es zum Hof zurück, in den Garten unter die Eiche, wo lange Tische aufgebaut sind und das Kochteam mit Sabine eine herrliche, bunte reiche Tafel vorbereitet hat, mit allem, was ortoloco an Nahrung hervorbringt: Salat, Fenchel, Linsen, feine kalte Pasta, und den herrlichsten Falafel, die die Tese je gesehen und gekostet hat. Wir sitzen und essen, in freundschaftlicher Fröhlichkeit im Garten des Fondlihofs, unter schattenspendendem, kühlendem Baum. So sollte es sein, so sollten wir alle, auch die Städte, der Hitze begegnen, für die Zukunft. Mit Grün, mit Natur und Gemeinschaft. Ein guter Ort, der Fondlihof – ein guter Ort.