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Gedanken zum Jahresbericht 2025

Von Sämi Spahn, dem ehemaligen Eigentümer und Betriebsleiter des Fondlihofs

Gedanken zum Jahresbericht 2025

Vor ein paar Tagen wurde mir der 16. Jahresbericht überreicht. Der erbsengrüne Umschlag hat mir schon einmal gut gefallen. Ich habe den Jahresbericht vollständig durchgelesen.

Auf einem vielfältigen Landwirtschaftsbetrieb läuft tatsächlich vieles im Laufe eines Jahres. Um so mehr, wenn es nicht nur um die Produktion von biologischen Lebensmitteln geht, sondern auch um einen gemeinschaftlichen Betrieb eines Bauernhofs. Alles muss ja auch ausgiebig und basisdemokratisch besprochen werden. Die verschiedenen Tätigkeiten müssen koordiniert und abgesprochen werden, damit alles einen Sinn ergibt. Damit am Ende auch die Kasse stimmt und man sich ohne Reue zum Feiern treffen kann, muss vieles zusammenpassen.

Als gegen Ende der Nullerjahre die nachmalige erste Betriebsgruppe zu mir kam, hatte ich keine konkrete Vorstellung, was aus dieser Idee werden wird. Obwohl ich durchaus daran dachte, dass aus diesem Projekt eine Nachfolgelösung für den Fondlihof entstehen könnte.

Heute bin ich sehr zufrieden, ja geradezu glücklich, dass ich damals ja gesagt habe zu diesem Experiment. Wobei es nicht das erste in dieser Art auf dem Hof war, wie einige von euch wissen, hat es bereits in den 80er Jahren für 5 Jahre eine Genossenschaft auf dem Fondlihof gegeben, die ich ins Leben gerufen habe.

Wenn ich heute auf den Hof komme, so freue ich mich darüber, was alles am Laufen ist. Ein riesiges Gemüsesortiment, ein sehr diverser Ackerbau, verschiedenste Beeren, mit Liebe gepflegte Obstanlagen. Und was mich besonders freut: eine aktive Biodiversitätsgruppe, die sich um Hecken und Kleinstrukturen kümmert. In absehbarer Zeit wird es vermutlich sogar einen neuen Hühnerstall geben, es ist dem Federvieh zu gönnen.

Wenn ich den Bericht lese, so staune ich, wie viele Leute sich auf ihre ganz persönliche Weise für ortoloco einsetzen. Viele Kompetenzen kommen so zusammen. Ich freue mich und bin berührt davon, dass viele von euch diesen Ort schätzen. Viele neue Gemeinschaften sind entstanden und so ist ortoloco auch ein soziales Projekt, in dem gemeinsam geplant, gearbeitet und gefeiert wird.

Und ein bisschen bin ich auch stolz. Darauf, dass ich ja gesagt habe zu diesem Projekt. Und nicht aus Angst vor dem Unbekannten zuerst einmal abgeblockt habe.

Und ortoloco strahlt aus. Wenn seit einiger Zeit nicht alle Abos vergeben werden können, so deshalb, weil nach ortoloco in der Umgebung von Zürich und darüber hinaus einige andere Projekte entstanden sind. Ein positiver Effekt, der nicht zu unterschätzen ist.

Vor 5 Jahren wurde aus der Gemüsekooperative ortoloco eine Hof-Solawi. Diese Transformation hat eine beachtliche Dynamik ausgelöst. Für die geplanten Projekte wird es auch weiterhin viel Engagement brauchen. Ich wünsche ortoloco und allen Beteiligten die nötige Ausdauer um die Sache voran zu bringen.

Beste Grüße und bis bald mal auf dem Hof, Sämi Spahn